ÜbersichtDas Hand of Hope (HOH) ist eine tragbare, anlegbare robotische Hand (Handorthese) zur neuromuskulären Rehabilitation von Hand und Unterarm. Sie verwendet Oberflächen-Elektromyographie (sEMG)-Sensoren, um die eigenen Muskelsignale des Patienten zu erfassen, und bietet visuelles Biofeedback zur Unterstützung des motorischen Wiedererlernens und der aktiven Teilnahme an der Therapie.
FunktionsweiseDas System wird an der betroffenen Hand getragen. Zwei Oberflächensensoren werden an den Flexor- und Extensoren des Unterarms angebracht, um sEMG-Signale während des Trainings aufzuzeichnen. Verarbeitete EMG-Signale steuern einen Motor in der robotischen Hand, um die gewünschte Bewegung zu unterstützen und einzuleiten. Die Unterstützung erfolgt durch patientengenerierte EMG-Signale und unterstützt Bewegungen, ohne sie zu erzwingen, sodass eine überwachte, vom Patienten initiierte Aktivierung möglich ist.
Training und TherapieDas Gerät unterstützt rhythmisches, aufgabenbezogenes Training und enthält interaktive, spielbasierte Übungen mit steigender Komplexität zur Schulung von Greifen, Handöffnung und armbezogenen Aufgaben. Regelmäßige Anwendung zielt darauf ab, motorische Bahnen wiederherzustellen und die Durchführung alltäglicher Aktivitäten durch motivierte, aktive Teilnahme zu verbessern.
Anwendungsgebiet und ZielpatientenIndiziert für Patienten nach Schlaganfall oder erworbener Hirnverletzung zur Unterstützung der motorischen Kontrolle, Muskelentspannung, Koordination und des motorischen Wiedererlernens. Geeignet für Patienten ab etwa 8–9 Jahren.
Downloads / zugehörige MaterialienBroschüre verfügbar: RM-230-HOH3-0001-7 HOH_brochure_eng.pdf
Materialien des Hand of Hope Experience Programme verfügbar (Programmseite).
Eigenschaften / technische Spezifikationen- Produkttyp: tragbare, anlegbare robotische Hand / Handorthese für die neuromuskuläre Rehabilitation von Hand und Unterarm
- Primäre Erfassung: Oberflächen-Elektromyographie (sEMG) mit zwei Oberflächen-EMG-Sensoren, angebracht an Flexoren und Extensoren des Unterarms
- Steuerung: vom Patienten initiierte EMG-Signale, verarbeitet zur Ansteuerung der motorischen Unterstützung der robotischen Hand
- Feedback: visuelles Biofeedback der verarbeiteten EMG-Signale zur Unterstützung des motorischen Wiedererlernens und der aktiven Beteiligung
- Therapiemodalität: EMG-gesteuertes, aufgabenbezogenes Training; interaktive, spielbasierte Übungen mit progressiver Schwierigkeit
- Erwartete Ergebnisse: Verbesserung der motorischen Kontrolle, Muskelentspannung und Koordination; Ermöglichung von Funktionen wie Handöffnung, Greifen und Aufnehmen von Gegenständen
- Geeignetes Patientenalter: ab ca. 8–9 Jahren