Ein schnelles Färbeverfahren zur Klassifizierung von Bakterien auf der Grundlage ihrer Zellwandeigenschaften. Je nach Ergebnis der Färbung können Bakterien in zwei verschiedene Gruppen eingeteilt werden - Gram-positiv (violett) und Gram-negativ (rot).
Das Prinzip:
Die Gram-Färbung wurde 1884 von Christian Gram, einem dänischen Arzt, empirisch entwickelt. Wenn Bakterien mit bestimmten basischen Farbstoffen angefärbt werden (z. B. Kristallviolett in der Gram-Schnellfärbung), widerstehen die Zellen mit einem hohen Peptidoglykan-Gehalt (Gram-positiv) in ihrer Zellwand der Entfärbung mit organischen Lösungsmitteln wie Ethanol oder Aceton, während die Gram-negativen Arten (mit einer dünnen Peptidoglykanschicht in der Zellwand) leicht entfärbt werden können.
Methoden:
1. Färben Sie den Objektträger für 10 Sekunden mit Kristallviolett. Vorsichtig mit Wasser abspülen und dann das überschüssige Wasser entfernen.
2. Tragen Sie 10 Sekunden lang Jodlösung auf. Spülen Sie vorsichtig mit Wasser nach und entfernen Sie dann das überschüssige Wasser.
3. Entfärber für 10-20 Sekunden auftragen. Vorsichtig mit Wasser abspülen und dann das überschüssige Wasser entfernen.
4. Gegenfärbung mit Safranin-Lösung für 10 Sekunden. Vorsichtig mit Wasser abspülen.
5. Tupfen Sie den Objektträger mit Papiertüchern ab (oder lassen Sie ihn an der Luft trocknen) und untersuchen Sie ihn dann unter einem Mikroskop.
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