KurzbeschreibungInline-Oberflächen-Sterilisator mit Elektronenstrahl für den Transfer von Ready‑to‑Use (RTU)-Behältern in Isolator-Fülllinien. Liefert ≥25 kGy Oberflächendosis bei kontinuierlicher Behälterintegritätsüberwachung, ermöglicht Annex 1-konformen Transfer und unterstützt eine Contamination Control Strategy (CCS).
Auf einen Blick- Validierte Oberflächensterilisation: ≥25 kGy mindestens an allen Seiten (ISO 11137 Methode 2).
- Strahlenschutz: Edelstahl–Blei–Edelstahl Sandwich-Aufbau und paralleles Schieber-System (Beteiligung <1 µSv/h).
- Hoher Durchsatz, geringe Stellfläche: Kontinuierlicher Transfer bis 6 Behälter/min; Stellfläche ≈ 2,4 × 1,2 m.
- Niedrige Betriebskosten: Einzelbeutelverpackung eliminiert Außenbeutel; Durchschnittsverbrauch ≈7 kWh (≈3 kWh pro Emitter).
- Regulatorische Akzeptanz: Nachgewiesen bei FDA-, EMA- und SwissMedic-Inspektionen.
Anwendungen- Pharmahersteller: Mittel- bis großskalige sterile Produktionslinien, die Inline-Transfersterilisation benötigen.
- C(D)MOs: Flexibel für verschiedene RTU-Behälterlieferanten und Formate.
- Aufrüstungen: Integration in bestehende Isolator-Fülllinien zur Erfüllung der CCS-Anforderungen gemäß Annex 1.
Prozess (sicherer RTU-Transfer in Isolatorsystemen)- 1. Reinraumvorbereitung: Debagger entfernt Einzelbeutelverpackung in Grade C/D; Tyvek bleibt am Behälter.
- 2. Einsetzen in den Tunnel: Behälter gelangt in das erste Luftschleussystem; Sandwich-Bauweise und Schieber-System gewährleisten vollständigen Schutz (<1 µSv/h).
- 3. Oberflächensterilisation: Drei Emitter bestrahlen alle Seiten mit beschleunigten Elektronen (Beta-Strahlung) und liefern ≥25 kGy zur Zerstörung von DNA auf der Oberfläche.
- 4. Abluft: Negativdruck-Abluft entfernt Nebenprodukte wie Ozon.
- 5. Luftführung: Uni-direktionaler Luftstrom, definierte Druckkaskade und doppelt HEPA-gefilterte Zuluft.
- 6. Transfer in den Füllisolator: Nach Sterilisation wird der Behälter durch den zweiten Luftschleusengang direkt in den Isolator übergeben (direkter Transfer von Grade C nach A).
Produkt-Highlights- Rückstandsfreie Sterilisation: Elektronen dringen nur wenige Mikrometer ein; keine Rückstände oder thermische Beanspruchung—Tyvek und RTU-Behälter bleiben unbeschädigt.
- Lange Emitter-Lebensdauer: Erwartet >6000 Stunden; nutzerwechselbare Emitter reduzieren Ausfallzeiten.
- Lifecycle-Support: Zykluserstellung, mikrobiologische Validierung, Dosimetrie, Wartung, Ersatzteile und Bedienerschulung.
Regulatorik und Sicherheit- Unterstützt Annex 1-Empfehlung zur Sterilisation am Übergabepunkt innerhalb einer dokumentierten CCS.
- ISO 11137 Methode 2 Validierung, Inline-Monitoring und SCADA-Integration für Chargenberichte.
- Geschlossenes, abgeschirmtes Design mit dokumentiertem Strahlenschutz und nachgewiesener Performance bei Behördeninspektionen.
FAQ (Auswahl)- Bleiben Rückstände im Behälter zurück? Nein. Elektronen dringen nicht durch Tyvek oder in das Behälterinnere; es entstehen keine Rückstände im Inneren.
- Wie wird der ebeam-Tunnel dekontaminiert? Mit verflüssigtem/vaporisiertem H2O2 (synchronisiert oder unabhängig vom Isolator); typische Dauer <2 Stunden.
- Welche Strahlenschutzanforderungen gelten? Für Bedienpersonal keine—System ist vollständig abgeschirmt auf <1 µSv/h; lokale Vorgaben können einen Strahlenschutzbeauftragten verlangen.
- Was passiert bei Ausfall eines Emitters? Das System erkennt ausfallspezifische Emitter, stoppt den Transfer, protokolliert Chargendaten und verhindert das Einbringen potenziell kontaminierter Behälter; Emitter sind vom Nutzer austauschbar und Dosimetrie ist sofort prüfbar.
Eigenschaften / Technische Daten- Modellname: ebeam
- Marke: SKAN
- Behältergrößen: 2", 3", 4", 5" (qualifiziert und validiert)
- Neue Formate: Validierung mit minimalen Anpassungen möglich
- Stellfläche (ca.): 2,4 m × 1,2 m
- Höhe: Verstellbar je nach Linienintegration
- Gewicht (ca.): 5.225 kg
- Bodenbelastung: max. 1800 kg/m²
- Material: GMP-konforme Edelstahlkonstruktion
- Schutzaufbau: Edelstahl–Blei–Edelstahl Sandwich
- Zertifizierung: Zertifizierte Strahlungsintegritätsprüfungen
- Sterilisationsdosis: ≥25 kGy mindestens an allen Seiten; Validierung nach ISO 11137 Methode 2
- Emitter: 3 Emitter; Lebensdauer >6000 Stunden; nicht radioaktiv im abgeschalteten Zustand
- Durchsatz: Kontinuierlicher Transfer bis max. 6 Behälter/min
- Verpackung: Einzelbeutelverpackung
- Energie / Versorgungen: Durchschnittlicher Verbrauch ≈7 kWh in Produktion (≈3 kWh für Emitter); Versorgung 400 VAC / 50–60 Hz
- Luftführung: Abluft 800–1.100 m3/h; Zuluft doppelt HEPA-gefiltert; uni-direktionaler Luftstrom und definierte Druckkaskade
- Druckluft: 35 Nm3/h bei 6–8 bar, Taupunkt -20°C
- Steuerungssysteme: PLC-basierte Automatisierung validiert gemäß GAMP 5
- Benutzeroberfläche: SCADA mit Chargenberichten; Unterstützung für Factory Talk und Zenon
- Integrierte Sensorik: Lecktest, Differenzdruck- und Feuchtesensoren; optionale Partikel-, Temperatur- und Ozonsensoren
- Validierungsunterstützung: Dosimetrie, Inline-Überwachung, SCADA-Integration und Chargendatenerfassung