Diazotierte Sulfanilsäure verwandelt Bilirubin in farbiges Azobilirubin, das photometrisch bestimmt wird. Von den beiden im Serum vorhandenen Bilirubinfraktionen, dem Bilirubinglucuronat und dem mit Albumin assoziierten freien Bilirubin, reagiert nur die erste direkt, während das freie Bilirubin durch einen Beschleuniger vom Protein gelöst werden muss, um zu reagieren. Indirektes Bilirubin wird aus der Differenz zwischen Gesamtbilirubin (mit Beschleuniger) und direktem Bilirubin (ohne Beschleuniger) berechnet. Die Begriffe "direkt" und "indirekt" beziehen sich ausschließlich auf die Reaktionscharakteristika in Anwesenheit oder Abwesenheit von Beschleunigern oder Lösungsvermittlern und sind nur ungefähre Äquivalente zu den beiden genannten Bilirubinfraktionen.
Direktes (konjugiertes) Bilirubin reagiert mit dem Diazoniumsalz 2,4-Dichlorphenyldiazonium (2,4-DPD) in Gegenwart von Sulfaminsäure und bildet Azobilirubin. Dieser farbige Komplex kann photometrisch bei 546 nm gemessen werden. Von den beiden im Serum vorhandenen Bilirubinfraktionen, dem Bilirubinglucuronat (konjugiert) und dem freien, mit Albumin assoziierten Bilirubin (unkonjugiert), reagiert nur die erste direkt, während das freie Bilirubin durch einen Beschleuniger vom Protein dissoziiert werden muss, um zu reagieren. Indirektes Bilirubin wird aus der Differenz zwischen Gesamtbilirubin (mit Beschleuniger) und direktem Bilirubin (ohne Beschleuniger) berechnet. Die Begriffe "direkt" und "indirekt" beziehen sich ausschließlich auf die Reaktionscharakteristika in Anwesenheit oder Abwesenheit von Beschleunigern oder Lösungsvermittlern und sind nur ungefähre Äquivalente zu den beiden genannten Bilirubinfraktionen.
---